Leitlinien

Die Leichtwerk AG entwickelt Technologien und Produkte auf dem Gebiet des strukturellen Leichtbaus. Einsatzgebiete sind insbesondere der Flugzeugbau, Windkraftanlagen, Hochgeschwindigkeitszüge, Automobile und Forschungsanlagen, sowie Versuchsbauteile mit vorgegebenen strukturellen Eigenschaften, wie z.B. elastisch ähnliche Windkanalmodelle oder Versuchsbauteile zur Untersuchung von Bauteileigenschaften oder zur Optimierung von Fertigungsprozessen. Eine besondere Kompetenz hat das Unternehmen auf dem Gebiet der faserverstärkten Kunststoffe und Klebungen.

In diesen Bereichen setzen Lösungen den Einsatz komplexer Analyseverfahren voraus. Die Leichtwerk AG vereinbart die kontinuierliche technologische Weiterentwicklung wissenschaftlich basierter Verfahren mit dem Ziel der einfachen und effizienten Anwendung.

Nachhaltigkeit in der Unternehmensführung wird als ein wesentliches Element einer erfolgreichen Entwicklung angesehen. Dazu gehört insbesondere eine starke Mitarbeiter- und Kundenbindung, die im Gleichgewicht mit wirtschaftlicher Leistungsfähigkeit realisiert wird.

Unternehmensziel ist es, im Einklang mit den Interessen der Aktionäre, der Geschäftspartner und der Mitarbeiter eine hohe Wertschöpfung zu schaffen und den Gesamtwert des Unternehmens zu steigern.

Geschichte

Gründung, Entwicklung der eta

Die heutige Leichtwerk AG hat ihre Ursprünge in der freiberuflichen Ingenieurtätigkeit von Dr. Reiner Kickert. Anfang 1996 wurde die Bürogemeinschaft Flugtechnik & Leichtbau in den Räumen der ehemaligen Tannenbergkaserne am Flughafen Braunschweig gegründet. In den gemeinsam mit Hans-Ludwig Meyer, dem ehemaligen Leiter der Flugabteilung des DLR Braunschweig, genutzten Räumen widmete sich Dr. Kickert der Entwicklung des größten Segelflugzeuges der Welt, der eta. Das Projekt war Mitte 1995 von einer Gruppe berühmter Rekordsegelflieger (H.W. Grosse, E. Müller, H. Lodes, B. Gantenbrink, U. Mantica) in Auftrag gegeben worden. Am 31. Juli 2000 erfolgte der erfolgreiche Erstflug des Flugzeugs auf dem Flughafen Cochstedt. In der Folge wurde eine Kleinserie der Flugzeuge durch Herstellbetriebe in der Rhön und Süddeutschland gebaut.

Spannweite: 30.90 m
Flügelfläche: 18.55 m²
Länge: 9.61 m
Max. Abflugmasse: 850 kg

Ingenieurbüro leichtwerk

1999 erfolgte der Umzug in das Hauptgebäude des Flughafens, 2002 die Eintragung der Marke leichtwerk. Hans-Ludwig Meyer verabschiedete sich in den Ruhestand; damit löste sich die Bürogemeinschaft auf. Mit der Entwicklung von großen Rotorblättern für Windenergieanlagen kam ein wichtiges Tätigkeitsgebiet hinzu. Für Institute der Forschungszentren Braunschweig und Göttingen wurden Windkanalmodelle aus faserverstärkten Kunststoffen entwickelt, die sich im Luftstrom ähnlich verformen wie ihre Vorbilder. Weiterhin konnten spezielle Aufträge zur Versteifung von Fahrzeugkarosserien durchgeführt werden. Damit konnte neben dem Flugzeugbau der extreme Leichtbau, insbesondere mit Faserverbundwerkstoffen, fachübergreifend für verschiedene Industriezweige etabliert werden. 2003 erfolgte mit der Gründung der protowerk Manufaktur der Aufbau einer eigenen Produktionsstätte für den Bau von Prototypen. 2007 wurde das Ingenieurbüro von der Europäischen Luftfahrtbehörde als eigenständiger Entwicklungsbetrieb mit Musterprüfleitstelle und Musterbau anerkannt.

Leichtwerk AG

Im August 2009 wurden die Einzelfirmen leichtwerk Ingenieurbüro e.K. und protowerk e.K. jeweils ausgegliedert und als Gesamtheit übertragen auf die neu gegründete Leichtwerk AG.

Lectures

Seit 1998 wird die Vorlesung "Faserverbundwerkstoffe" am Institut für Flugzeugbau und Leichtbau (IFL) der TU Braunschweig durch Dr. Kickert im Sommersemester gehalten.
https://www.tu-braunschweig.de/ifl/lehre/vorlesungenss/faserverbund

Seit 2013 wird durch Dr. Kickert zusätzlich die Vorlesung "Komplexe Strukturen aus Faserverbundwerkstoffen" im Wintersemester angeboten.
https://www.tu-braunschweig.de/ifl/lehre/vorlesungenws/evks

Zertifikate und Mitgliedschaften

Mitgliedschaften

Die Leichtwerk AG ist Mitglied der "Organisation Scientifique et Technique Internationale du Vol à Voile", kurz OSTIV.
www.ostiv.fai.org

Mitglied des Verbandes der Deutschen Segelflugzeughersteller
www.glider-manufacturers.de

Mitglied der "Deutschen Gesellschaft für Luft- und Raumfahrt", kurz DGLR 
www.dglr.de

Luftfahrttechnisches Handbuch (LTH)
Die Leichtwerk AG ist durch Dr. Ulf Weerts im Vorsitz des Arbeitskreises für Belastungsmechanik des LTH vertreten.
www.lth-online.de/ueber-das-lth-informationen/basis-informationen-ueber-das-lth.html
 

Zertifizierungen

Die Leichtwerk AG ist ein zertifizierter Entwicklungsbetrieb (EASA21J.332) für die Entwicklung von Flugzeugen und Flugzeugkomponenten bei der Europäischen Luftfahrtbehörde EASA
www.easa.europa.eu/ws_prod/g_de/g_about.php


Zertifizierung nach ISO 9001 (demnächst)

Management