Flugzeugbau

Im Flugzeugbau verfügt die Leichtwerk AG über Kompetenzen im Gesamtentwurf, d.h. die einzelnen Fachgebiete wie Aerodynamik, Flugleistungen, Strukturentwurf und Konstruktion, werden zusammen optimiert.

Der durch die EASA zertifizierte Entwicklungsbetrieb erlaubt die Entwicklung und die Musterzulassung von Flugzeugen nach CS-22.

Für Flugzeuge nach CS-VLA, CS-23, CS-25 sowie Hubschrauber nach CS-27 und CS-29 dürfen Änderungen an der Sekundärstruktur inklusive zugehöriger Änderungen an Performance und elektrischen Systemen sowie die Installation von Avionik entwickelt und musterzugelassen werden.

Mit anderen Entwicklungsbetrieben ist eine Zusammenarbeit möglich, so dass durch die Leichtwerk AG fertig entwickelte und geprüfte Teilstrukturen geliefert werden können.

EASA Entwicklungsbetrieb

Durch die Anerkennung als EASA Entwicklungsbetrieb kann die Leichtwerk AG eigenständig Entwicklung, Musterbau und Zulassung von Flugzeugen durchführen. Der aktuelle Zulassungsumfang umfasst:

  • Entwicklung und Musterzulassung von Segelflugzeugen und Motorseglern nach CS-22

  • Änderungen an der Sekundärstruktur inklusive zugehöriger Änderung von Performance und Installation von Avionik

  • Änderungen an der Sekundärstruktur inklusive zugehöriger Änderung von elektrischen Systemen und Kabineneinrichtung

Für Änderungen an der Primärstruktur auch an großen Flugzeugen liegen bereits Erfahrungen mit verschiedenen Projekten vor; diese können nach Absprache mit der EASA durchgeführt werden.

Durch die Integration des Musterbaus in den Zulassungsbetrieb kann sichergestellt werden, dass der Bau der Prototypen in der Verantwortung der Musterprüfingenieure erfolgt. Die Herstellung der Prototypen gehört mit zum Entwicklungsumfang dazu. Abschließend erfolgen die Erprobung und die Erstellung der Musterunterlagen. nachdem das Flugzeug eine Musterzulassung erhalten hat, kann es nach diesen Unterlagen in Herstellbetrieben, die ebenfalls von der EASA zertifiziert wurden, in Serie hergestellt werden.

eta

Der griechische Buchstabe η (eta) steht in der Welt der Technik für den Wirkungsgrad. Der Wirkungsgrad ist ein Maß für die Effizienz bei der Ausnutzung von Energie. Für ein Segelflugzeug ist ein hohes Maß an Effizienz von besonderer Bedeutung, um schwache Aufwinde in Höhengewinn und eine einmal gewonnene Höhe in eine möglichst weite Flugstrecke umsetzen zu können. Im Projekt eta sollten alle technischen Möglichkeiten zur Steigerung des Wirkungsgrades ausgeschöpft werden.

Als Name für ein Segelflugzeug steht eta dabei für den kompromisslosen Einsatz modernster Entwurfsverfahren, Werkstoffe und Fertigungstechniken, um einen möglichst großen Leistungssprung zu erreichen. 

Neben der Steigerung der Flugleistungen wurde großes Augenmerk auf möglichst einfache und ausgewogene Flugeigenschaften gelegt. Hierfür wurde sogar auf das letzte Quentchen Steigerung der Flugleistung im Geradeausflug verzichtet, da gute Flugeigenschaften ebenfalls zu einer Verbesserung der Gesamtleistung führen, die der Pilot mit einem Flugzeug erzielen kann. eta soll auch keinesfalls nur von sehr erfahrenen Segelfliegern beherrscht werden können, sondern mit den Fähigkeiten eines durchschnittlich trainierten Piloten zu hervorragenden Überlandflugerlebnissen führen. 

Im Auftrag der weltbekannten Wettbewerbs- und Rekordsegelflieger Erwin Müller, Hans-Werner Große, Hartmut Lodes, Dr. Jan Krüger, Bruno Gantenbrink und Umberto Mantica entwickelt und konstruiert das Ingenieurbüro Flugtechnik & Leichtbau, heute Leichtwerk AG, unter Leitung von Dr. Reiner Kickert ein Segelflugzeug mit extremen Daten.

Das Projekt wurde Anfang 1996 gestartet, im Jahre 2000 erfolgte der Erstflug des Prototyps. Im Weiteren wurden insgesamt fünf Flugzeuge gebaut.

Im Jahre 2009 wurde das Projekt mit dem Erstflug der Nimeta, eines einsitzigen Motorseglers auf der Basis der Flügel der eta und dem Rumpf des Nimbus 4M der Fa. Schempp-Hirth fortgesetzt.